Olaf Hermann

Mein herzlicher Dank gilt allen Wählerinnen und Wählern, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Ebenso danke ich meinen Mitbewerbern Jan Werner und Niklas Berger für einen fairen und sachlichen Wahlkampf.

Langen ist für mich Heimat im besten Sinne. Ich bin hier aufgewachsen und weiß aus eigener Erfahrung, wie prägend eine Stadt sein kann – mit Orten wie dem Freibad oder der Stadtbücherei, die Generationen begleitet haben. Diese Lebensqualität zu erhalten und weiterzuentwickeln, verstehe ich als Generationenvertrag.

Persönliches.

Vita.

Ich bin 58 Jahre alt, in Langen aufgewachsen und hier tief verwurzelt.

Seit 2008 engagiere ich mich kommunalpolitisch und war fast 10 Jahre Mitglied der grünen Fraktion in der Langener Stadtverordnetenversammlung.

Beruflich bin ich seit 2021 als Geschäftsführer der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Offenbach tätig. Hierbei beschäftige ich mich täglich mit den Themen, die auch für unsere Heimatstadt Langen wichtig sind, zum Beispiel mit Mobilität, mit der Regionalentwicklung, mit Umwelt & Klimaschutz oder sozialen Aufgaben. Durch meine berufliche und kommunalpolitische Arbeit bin ich sowohl mit den konkreten Abläufen in einer Kommune als auch mit den Herausforderungen und Potenzialen unserer Stadt vertraut.

Ein wichtiges Anliegen ist mir meine ehrenamtliche Arbeit in Langener Vereinen. Als langjähriges Vorstandsmitglied des VVV 1877 Langen e.V., Mitglied im Vorstand der AWO Langen und Mitglied des ADFC Langen/Egelsbach, des DRK-Ortsverein Langen, von ByeByeBiblis – Energiewende in der Region e.V. und von Langen bleibt bunt, der Initiative für Demokratie und Vielfalt. Vereine sind der „Kitt“, der unsere Stadtgesellschaft zusammenhält, hier engagieren sich Bürgerinnen und Bürger für und mit Freunden, Familie und Nachbarn.

Die Fotografie hat mich über 30 Jahre lang in meiner früheren Tätigkeit als Fotojournalist begleitet und ist heute Hobby, sie entspannt mich von Zahlen, Drucksachen und politischen Aufgaben. Aber auch andere kulturelle Themen bereichern meine Freizeit, ich interessiere mich ebenfalls sehr für Architektur und Stadtgeschichte.

Im Alltag leiten mich Redlichkeit und ein zuversichtlicher Blick auf das Leben. Dabei schaue ich auch über meine eigene Lebenszeit hinaus – die Sicherung der Zukunft der nächsten Generationen ist zentrales Anliegen meines Handelns.

Politisches.

Kernthema: Zukunftssicherung & generationengerechte Politik

Langen steht vor enormen Herausforderungen: Der demografische Wandel verändert die Altersstruktur unserer Heimatstadt. Gleichzeitig verschärfen klimatische Veränderungen die Anforderungen an die städtische Infrastruktur. In einer zunehmend mobilen und flexiblen Arbeitswelt müssen wir moderne Verkehrslösungen bereitstellen und den Bedarf an Kinder- und Schulkinderbetreuung decken. Das alles unter dem Druck knapper Kassen.

Eine verantwortungsvolle Kommunalpolitik muss daher heute Entscheidungen treffen, die auch morgen noch tragfähig sind. Dazu gehört eine klimaangepasste Stadtplanung mit Schatten- und Grünflächen sowie bezahlbares Wohnen. Und eine generationengerechte Mobilität, ebenso eine Stärkung des sozialen Miteinanders. Und eine nachhaltige Haushaltsführung, die kommende Generationen nicht mit untragbaren Schulden belastet.

Durch interkommunale Zusammenarbeit, intelligente Digitalisierung, konsequente Nutzung von Fördergeldern und Ausrichtung an Nachhaltigkeitszielen kann unsere Stadt trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen zukunftsfähige Strukturen schaffen. Dabei möchte ich allen Langenerinnen und Langenern durch transparente Bürgerbeteiligung Mitsprache an den langfristigen Weichenstellungen einräumen.

Stadtentwicklung: Lebensqualität sichern

Im Bereich der Bahnstraße zeigen die bereits begonnenen Stadtexperimente mit aktiver Bürgerbeteiligung erste Erfolge und sollten konsequent weitergeführt werden. Gleichzeitig benötigen wir effektivere Maßnahmen gegen die zunehmende Vermüllung öffentlicher Flächen. Das Projekt “Grüne Mitte” muss zügig umgesetzt werden, um mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen, Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Dreieich- und die Ludwig-Erk-Schule bereitzustellen und mehr schattenspendendes Grün in die Stadtmitte zu bringen.

Der Schutz unseres historischen Baubestands ist mir ein besonderes Anliegen. Hierbei gilt es, auch Lösungen für Gebäude außerhalb unserer idyllischen Altstadt zu finden. Auch wenn man nach vorne blickt, darf das baukulturelle Erbe Langens nicht in Vergessenheit geraten.

Langen hat in den vergangenen Jahren überwiegend hochpreisigen Wohnraum geschaffen. Was fehlt, sind bezahlbare Wohnungen für Menschen in Berufen wie Pflege, Kinderbetreuung, Handwerk oder Logistik. Durch eine engere Zusammenarbeit mit den lokalen Wohnungsbaugenossenschaften will ich dieses Ungleichgewicht korrigieren und allen Bevölkerungsgruppen den Zugang zu Wohnraum ermöglichen, dessen Miete in einem vernünftigen Verhältnis zum Einkommen steht.

Wir benötigen dringend Gewerberaum, der sich an moderne Arbeitsformen anpasst – Coworking Spaces und kleinere/mittlere Gewerbeflächen für Handwerk oder Start-ups.

Weitere kleine Wochenmärkte können die Nahversorgung verbessern. Der Platz der deutschen Einheit sowie der Aranda-de-Duero-Platz bieten großes Potenzial für Begrünung und Belebung. Diese Maßnahmen schaffen lebenswerte Quartiere für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.

Langen wetterfest machen

Der Klimawandel kann nicht ignoriert werden, er stellt Langen vor wachsende Herausforderungen.

Daher setze ich auf konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung: Durch vermehrte Stadtbegrünung, Dach- und Fassadenbepflanzungen schaffen wir eine natürliche Kühlung. Innovative Baumrigolen speichern Regenwasser direkt für die Stadtbäume, während gezielte Flächenentsiegelungen die Kanalisation entlasten und Überschwemmungen vorbeugen.

Die Umsetzung einer kommunalen Wärmeplanung ist Pflichtaufgabe und sollte dabei auch explizit den Gewerbesektor mit einbeziehen.

Diese Maßnahmen machen Langen nicht nur klimaresilienter, sondern verbessern gleichzeitig die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger.

Mobilität für alle: Vernetzt statt Stückwerk

Ich setze mich dafür ein, dass wir für unserer Stadt ein integriertes Verkehrskonzept entwickeln. Die bisherige “Stückwerk”-Politik hat zu unzusammenhängenden Verkehrslösungen geführt, die weder nachhaltig noch bürgerfreundlich sind. Was wir brauchen, ist ein durchdachtes Gesamtkonzept, das alle Verkehrsträger intelligent vernetzt und auch einer immer älter werdenden Gesellschaft gerecht wird.

Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir die Stadtteile Oberlinden, Neurott und Steinberg nicht verkehrspolitisch abhängen. Bürgerinnen und Bürger dort haben ein Recht auf gleichwertige Nahverkehrsangebote.

Auch wenn ich mir weniger Autoverkehr auf Langens Straßen wünsche, so dürfen wir diesen und seine Anforderungen nicht ignorieren. Dem bisherigen Vorrang vor den Bedürfnissen von Fußgängern und Radfahrenden muss aber eine gleichberechtigtere Nutzung der Verkehrswege folgen.

Die Ladeinfrastruktur für E-Autos will ich weiter ausbauen, um die Nutzung zu erleichtern und den Übergang zur einer nachhaltigen Mobilität beschleunigen.

Langen benötigt ein zeitgemäßes Verkehrssystem, das allen Bürgerinnen und Bürgern dient – unabhängig von Alter, Einkommen und Wohn- oder Arbeitsort.

Soziales Miteinander stärken

Ich setze mich für ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl in unserer Stadt ein. Als neue Heimat muss Langen aktiver werden, um Zugezogene willkommen zu heißen und in unsere Stadtgesellschaft zu integrieren. Besonders die Neubaugebiete müssen hier besser eingebunden werden. Der Platz der deutschen Einheit sowie der Aranda-de-Duero-Platz müssen begrünt und endlich mit Leben gefüllt werden.

Aus meiner Erfahrung in der Vereinsarbeit heraus möchte ich einen zentralen Veranstaltungskalender einrichten. Er würde unseren Vereinen die Abstimmung der Fest- und Veranstaltungstermine erleichtern und ihre wichtige Arbeit unterstützen. Ein “Runder Tisch Vereine” könnte als Plattform für Austausch und Zusammenarbeit dienen.

Weiterhin ist die Einrichtung eines Beirats für die Belange von Menschen mit Behinderungen und Senioren eines meiner Ziele. Zudem muss die Jugendarbeit wieder aufgebaut und das Jugendforum stärker unterstützt werden. Viel zu oft maßen sich Erwachsene an, über die Interessen und Bedürfnisse von jungen Menschen zu entscheiden.

Bei der Sicherung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung dürfen wir keine Zeit verlieren – unsere Kinder und berufstätigen Eltern brauchen verlässliche Strukturen.

Ein besonderes Anliegen ist mir auch das Tierwohl. Neben der Unterstützung des Tierschutzes im Allgemeinen möchte ich die wichtige Arbeit des Tierheims Dreieich stärker fördern, das für die Fundtiere auf Langener Stadtgebiet zuständig ist. Weiterhin sollte dem Beispiel der Gemeinde Egelsbach folgend, endlich auch in Langen eine Freilauffläche für Hunde eingerichtet werden.

Mit diesen und weiteren Maßnahmen können wir das soziale Miteinander in Langen spürbar verbessern und unsere Stadt für alle lebenswerter machen. Bürgerbeteiligung liegt mir dabei besonders am Herzen. Durch transparente Information und echte Mitsprache können wir gemeinsam die Zukunft Langens gestalten.

Eng verzahnt: Verwaltung, Wirtschaft und Finanzen

Ich setze mich für eine umfassende Digitalisierung unserer kommunalen Verwaltung ein. Das Potenzial in der verstärkten interkommunalen Zusammenarbeit mit unseren Nachbarkommunen muss gehoben werden, um Synergien zu nutzen und Ressourcen zu bündeln.

Für mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger möchte ich einen “Bürgerkoffer” einführen – ein mobiles Verwaltungsangebot, das Behördengänge direkt zu den Menschen bringt. Dies ist ein konkreter Schritt zu mehr Bürgernähe und Teilhabe.

Dem Personalmangel in der Verwaltung begegne ich strategisch: Zunächst mit einer fundierten Personalbedarfsanalyse, auf deren Basis erkennbar wird, wo man intern nachsteuern kann. Und mit einer Führungskultur auf der Basis von Respekt, Vertrauen und Anerkennung der Erfahrung des vorhandenen Personals. Denn: Zufriedene Beschäftigte sind die beste Werbung.

Die Wirtschafts- und Innovationskraft unserer Stadt will ich weiter ausbauen. Langen bietet eine hohe Lebens- und Wohnqualität, verbunden mit einer optimalen Lage im zentralen Rhein-Main-Gebiet. Gute Voraussetzungen, um mehr inhabergeführte Unternehmen in die Stadt zu holen. Ebenso ist die Lage auch ein Standortvorteil im Wettrennen um Fachkräfte. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Stadt und Bildungseinrichtungen zur Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist für den Arbeitsmarkt ebenfalls von großer Bedeutung.

Eine kluge Flächenpolitik, die innerstädtische Gewerbebrachen reaktiviert, um den Flächenverbrauch zu minimieren, ist ein weiterer Punkt. Parallel dazu möchte ich unternehmerische Potenziale unter den Bürgerinnen und Bürgern heben, bspw. sollen Menschen mit Migrationshintergrund gezielt als Unternehmer*innen gefördert werden, um die wirtschaftliche Vielfalt zu stärken und Innovationspotenziale zu erschließen. Das lokale Handwerk will ich bei der zeitgemäßen Weiterentwicklung seiner Leistungen unterstützen, dazu braucht es kleineren und mittelgroßen Gewerberaum. Coworking Spaces können kreative Köpfe aus anderen Regionen anziehen.

Im Bereich Finanzen plane ich die Einrichtung eines zentralen Fördermanagements, das alle Fachbereiche unterstützt und sicherstellt, dass wir jede sinnvolle Fördermöglichkeit bspw. aus dem Finanzpaket des Bundes ausschöpfen. Durch gezielte Investitionen in unsere Infrastruktur fördern wir langfristig das wirtschaftliche Wachstum, um Einnahmen aus der Gewerbesteuer zu erhöhen.

Lassen Sie uns reden.





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